Offener Brief an die CDU Kaarst: Das Problem im Stadtbild ist Armut – nicht Vielfalt.

Offener Brief an die CDU Kaarst: Das Problem im Stadtbild ist Armut – nicht Vielfalt.

Sehr geehrte Damen und Herren der CDU Kaarst,

Ihr Parteivorsitzender Friedrich Merz sagte:

„Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.“

Diese Aussage ist mehr als nur unglücklich – sie ist rassistisch.
Sie verachtet Menschen, die längst ein selbstverständlicher und bereichernder Teil unserer Gesellschaft sind. Sie attackiert die Vielfalt, die unser Kaarst lebendig macht.

Wenn Herr Merz das „Stadtbild“ als Problem bezeichnet, dann trifft das jene, die ohnehin täglich gegen Ausgrenzung kämpfen müssen.
Denn Worte wie diese haben Folgen:
Menschen erleben Rassismus auf offener Straße, werden beleidigt, bedroht oder angegriffen, weil solche Aussagen das gesellschaftliche Klima vergiften und Hass legitimieren.

Doch die wahren Probleme im Stadtbild sind andere: Ausgrenzung, steigende Lebenshaltungskosten, fehlende Sozialwohnungen.
Das sind die Herausforderungen, die es für Politiker:innen zu bewältigen gilt. Eine Hetzjagd auf unsere Mitmenschen wird hier nicht zur Problemlösung beitragen.

Anfrage an die CDU Kaarst:

Wir fordern Sie auf, sich klar zu positionieren:

  1. Wie steht die CDU Kaarst zur Aussage Ihres Vorsitzenden Friedrich Merz?
  2. Wo genau sieht die CDU Kaarst ein Problem im Stadtbild unserer Stadt?

Frist und Verantwortung

Kaarst hat Anspruch auf Klarheit.
Wir erwarten bis zum 31. Oktober 2025 eine öffentliche Positionierung der CDU Kaarst.
 

Unsere Haltung ist eindeutig:

Kaarst ist bunt.
Kaarst ist solidarisch.
 

Die Linke Kaarst
Kaarst, den 22.10.2025